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Welche Rechte haben Sie als UrheberIn?

Open Access publizieren und konsumieren

Open Access bedeutet den unbeschränkten, weltweiten und kostenfreien Zugang zu wissenschaftlicher Literatur und anderen Materialien im Internet.

Open-Access-Strategien: "Golden" und "Green Road"

Wenn Sie Ihr Material Open Access veröffentlichen möchten, haben Sie die Wahl zwischen zwei verschiedenen Open-Access-Strategien: der Erst- und der Zweitveröffentlichung. Entscheiden Sie sich für eine Erstveröffentlichung im Open Access, spricht man von der "Golden Road". In der Regel werden wissenschaftliche Texte in Open-Access-Journals, -Monografien oder -Sammelwerken jeweils nach erfolgtem Peer Review veröffentlicht. Ist Ihr Material bereits an anderer Stelle (z. B. als Verlagspublikation) veröffentlicht, spricht man bei einer Open-Access-Zweitveröffentlichung von der sogenannten "Green Road" oder Selbstarchivierung.

Open-Access-Veröffentlichung bei edu-pub

Wenn Sie Ihr Dokument bei edu-pub veröffentlichen möchten, behalten Sie weiterhin alle Verwertungsrechte. Das bedeutet, dass Sie Ihr Dokument beliebig an anderer Stelle gedruckt oder online veröffentlichen dürfen, z. B. als Buch, in einer Zeitschrift oder als eigene Webseite. Wenn Ihre Publikation als Erstveröffentlichung in einem Verlag erschienen ist, sollten Sie unbedingt in Ihrem AutorInnenvertrag prüfen, ob Ihr Verlag das Zweitveröffentlichungsrecht ausgeschlossen hat. Ist das nicht der Fall, beträgt die einzuhaltende Frist laut Urheberrechtsgesetz (§38) ein Jahr bevor Sie im Open Access veröffentlichen dürfen, sofern nichts anderes vereinbart ist. Ihre Open-Access-Publikation genießt den gleichen urheberrechtlichen Schutz wie eine gedruckte Publikation. Das bedeutet, dass NutzerInnen die Schutzrechte von §53 (Vervielfältigung zum privaten und sonstigen eigenen Gebrauch) befolgen müssen.

Freie Lizenzen vergeben: Welche Rechte gewähren Sie Anderen an Ihrem Dokument?

Werke, die nach §2 UrhG die Schöpfungshöhe erreicht haben, unterliegen in Deutschland automatisch dem Urheberrecht. Das bedeutet, dass jede Form von Bearbeitung – abgesehen vom Lesen oder Konsumieren – zunächst das Einverständnis des Urhebers bzw. der Urheberin erfordert. Das deutsche Recht schützt geistiges Eigentum unaufgefordert, indem "alle Rechte vorbehalten" sind. Bei edu-pub haben Sie die Möglichkeit weitere Nutzungsbedingungen auf Basis der Creative-Commons-Lizenzen festzulegen.

Vorteile von freien Lizenzen

Mit einer CC-Lizenz signalisieren Sie als UrheberIn Ihren Konsumenten, unter welchen Bedingungen diese Ihr Werk nutzen dürfen. Umständliches Einholen einer Nutzungserlaubnis sowie Unsicherheit, wie das Werk zu nutzen ist, fallen weg. Ebenso können Sie als UrheberIn sicherstellen, dass Ihre Urheberschaft anerkannt bleibt.

Etabliert hat sich das Lizenzsystem der 2001 gegründeten gemeinnützigen Organisation Creative Commons. Gegenwärtig existieren sieben unterschiedliche Lizenzen – die sogenannten Creative-Commons-Lizenzen (CC-Lizenzen) – die unterschiedliche Nutzungsweisen eines Werkes erlauben.

Weitere Informationen zum Thema "Open Access publizieren" finden Sie hier.